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02.11.2026

Hessens Wirtschaftsminister im Dialog mit Gründerwettbewerb Nordhessen

Wie die hessische Landesregierung an leichterem Zugang zu Förderung arbeitet und welche Geschäftsideen der Gründerwettbewerb unterstützt, waren Themen des Dialogs im Wirtschaftsministerium.

Der Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum Kaweh Mansoori sitzt an einem Tisch und erklärt einem Unbekannten etwas mit seinen Händen. © Peter Jülich /HMWVW
Wappen von Hessen neben dem Text 'HESSEN Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum' in blauer Schrift
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Wer ein Unternehmen gründet, schafft wirtschaftliche Perspektiven, bringt neue Ideen auf den Markt und kann Arbeitsplätze schaffen. Damit aus guten Ideen erfolgreiche Unternehmen werden, braucht es vor allem eines: gute Rahmenbedingungen. Wie das Land Gründerinnen und Gründer dabei noch besser unterstützen kann, darüber hat Hessens Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Kaweh Mansoori am Freitag in Wiesbaden mit jungen Unternehmen und Vertreterinnen und Vertretern des Gründerwettbewerbs Nordhessen gesprochen. Im Mittelpunkt standen der Zugang zu Kapital, einfachere Förderverfahren und die Zukunft bestehender Familienbetriebe.

„Wir brauchen Menschen, die anpacken, Verantwortung übernehmen und mit ihren Ideen etwas bewegen wollen. Wer ein Unternehmen gründet, soll sich auf sein Geschäft konzentrieren können und nicht an komplizierten Anträgen scheitern. Deshalb bauen wir Bürokratie ab, vereinfachen Förderverfahren und erleichtern den Zugang zu Finanzierung. Unser Anspruch ist klar: Gute Ideen sollen in Hessen nicht an unnötigen Hürden scheitern. Wir wollen, dass aus Mut und Unternehmergeist erfolgreiche Unternehmen und gute Arbeitsplätze werden“, sagte Mansoori.

Nordhessen zeigt, wie vielfältig Unternehmertum ist

Wie unterschiedlich die Wege in die Selbstständigkeit sein können, zeigen die Unternehmen, die an dem Austausch teilnahmen. Jump.ac entwickelt Software für das intelligente Laden elektrischer Fahrzeugflotten. Die GRADU-APP hilft Studierenden, mathematische Wissenslücken zu schließen. Bei Veltum übernimmt die nächste Generation Verantwortung für einen bestehenden Familienbetrieb. Für Mansoori steht fest: „Wirtschaftliche Stärke entsteht nicht allein in großen Konzernen. Sie entsteht auch dort, wo Menschen ein Unternehmen gründen, einen Betrieb übernehmen oder mit einer neuen Idee bestehende Probleme lösen. Gerade für Nordhessen sind diese Unternehmen wichtig. Sie schaffen Perspektiven vor Ort, halten wirtschaftliche Aktivität in der Region und stärken unsere wirtschaftliche Zukunft.“

Weniger Bürokratie, einfachere Förderung

Die Landesregierung arbeitet daran, den Zugang zu Fördermitteln einfacher und schneller zu gestalten. Dazu werden digitale Antragsverfahren schrittweise vereinheitlicht und ausgebaut. Für die von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) verwalteten Förderprogramme steht bereits ein digitales Kundenportal zur Verfügung.

Gründerwettbewerb Nordhessen stärkt Unternehmergeist

Seit mehr als 25 Jahren begleitet der Gründerwettbewerb Nordhessen Menschen auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Das bundesweit offene Angebot unterstützt bei der Entwicklung tragfähiger Geschäftspläne, vermittelt Kontakte zu Unternehmen, Fachleuten und möglichen Finanzierungspartnern und schafft Zugang zu regionalen Netzwerken. Seit der vergangenen Wettbewerbsrunde ergänzt ein Stipendienmodell das Angebot. Für den Zeitraum von 2025 bis 2027 sind insgesamt 390.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für den Gründerwettbewerb Nordhessen vorgesehen. Die Mittel sollen die Arbeit des Wettbewerbs und die Gründungslandschaft in Nordhessen stärken.

Unternehmensnachfolge sichern, Gründerinnen stärken

Neben neuen Geschäftsideen stand auch die Nachfolge in bestehenden Unternehmen im Mittelpunkt des Gesprächs. Gerade für mittelständische und familiengeführte Betriebe ist es entscheidend, rechtzeitig Menschen zu finden, die Verantwortung übernehmen und das Unternehmen weiterführen. Mit dem hessischen Nachfolge-Check sowie Beratungsangeboten der IHK Kassel-Marburg und des RKW Hessen stehen dafür Unterstützungsangebote zur Verfügung. Auch Frauen sollen bessere Chancen erhalten, eigene Unternehmen aufzubauen. Dazu trägt das Land unter anderem mit der Koordinierungsstelle Frauen & Wirtschaft und gezielten Angeboten für Gründerinnen bei.

Hintergrund

Der Gründerwettbewerb Nordhessen wurde 1999/2000 auf Initiative des Landes Hessen und der Volkswagen AG unter dem Namen „promotion Nordhessen“ ins Leben gerufen. Veranstalter ist das Regionalmanagement Nordhessen. Für 2025 bis 2027 ist eine EFRE-Förderung in Höhe von insgesamt 390.000 Euro mit einer Förderquote von 40 Prozent des Projektvolumens vorgesehen.

Mehr Informationen zur Arbeit des hessischen Wirtschaftsministeriums gibt es auf der Webseite des Ministeriums. Erfolgreich war in Hessen zuletzt auch StrollMe unterwegs. Das Start-up aus Frankfurt hat den Abschluss einer Finanzierungsrunde in Höhe von 22 Millionen Euro bekanntgegeben. Alle Details gibt es in unserem ausführlichen Beitrag.

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